Nationalparks
Nationalparks
Aufgrund seiner weiten und zugleich unberührten Landschaften zieht Kanada seit jeher Naturfreunde an. Es gibt viele Landstriche, die aufgrund ihrer Schönheit zweifelsfrei für einen Besuch in Kanada sprechen. Im Folgenden werden zwei ausgewählte Regionen vorgestellt.
Icefields Parkway: Von Lake Louise bis Jasper
Der sogenannte Icefields Parkway ist eine Fernstraße, die durch den kanadischen Teil der Rocky Mountains und somit durch den Westen Kanadas führt. Über eine Länge von 230 Kilometern verbindet die Fernstraße den Lake Louise und die Siedlung Jasper im Jasper Nationalpark.
Die Route führt an mehreren Sehenswürdigkeiten vorbei, die allesamt von der Natur geschaffen wurden. Zu einem der Highlights, das sich unmittelbar an der Strecke befindet, zählt das Columbia-Eisfeld. Mit einer Fläche von etwa 325 Quadratkilometern zählt es zu den größten Eisfeldern der Welt, das direkt in die schneebedeckten Berge eingebettet ist. Berge, Tannenwälder und kristallklare Seen prägen das Landschaftsbild entlang der Route.
Touristen, die den Icefields Parkway selbst befahren möchten, sollten dies während der Sommermonate tun, um von besseren Straßenverhältnissen profitieren zu können. Mietfahrzeuge sind an beiden Enden der Strecke erhältlich.
Niagarafälle: Ein gewaltiges Naturschauspiel
Auf der östlichen Seite Kanadas befinden sich ganz im Süden an der Grenze zu den USA die Niagarafälle. Sie zählen zu den größten Wasserfällen der Welt und sind ein starker Publikumsmagnet. Je nach Jahreszeit und Wetterlage fließen rund 4.200 Kubikmeter Wasser pro Sekunde die reißenden Wasserfälle hinunter.
Wer sich im Südosten von Kanada aufhält, sollte sich dieses Naturschauspiel nicht entgehen lassen.
Die Niagarafälle sind gut mit dem Auto sowie auch mit Bussen zu erreichen. Mehrere Aussichtsplattformen bieten immer unterschiedliche Ausblicke auf die Naturgewalt. Wer den Wasserfällen besonders nahe kommen möchte, kann auch an einer Bootstour teilnehmen: Die „Maid of the Mist“ Boote fahren sehr nah an die Wasserfälle heran. Eine Lichtshow stellt sicher, dass sich auch während der Winterzeit ein Besuch der Niagarafälle lohnt.
Naturfreunde können sich an den Landschaften Kanadas kaum satt sehen. Ein Grund dafür ist deren Unberührtheit: Das nordamerikanische Land gilt als sehr dünn besiedelt. Nationalparks stellen sicher, dass die hiesige Schönheit der unberührten Natur gewährt wird.
Treibgut und Wale im Pacific-Rim Nationalpark
Ganz im Südwesten Kanadas, auf Vancouver-Island, befindet sich der Pacific-Rim Nationalpark. Obwohl das 511 Quadratkilometer große Gebiet erst 1991 offiziell unter Schutz gestellt wurde, zählt es mittlerweile zu den beliebtesten Nationalparks des Landes.
Die Beliebtheit ist vor allem auf die Strände zurückzuführen, die stellenweise vollständig mit angeschwemmtem Treibholz bedeckt sind. Stürme oder starke Winter können Bäume umknicken, die dann vom Pazifik an die Stände gespült werden. Die Wälder des Parks sind von mehreren Wanderwegen durchzogen, die als gut ausgebaut gelten.
Aber auch die Tierwelt trägt dazu bei, dass der Nationalpark so gerne besucht wird. An der Pazifikküste ist es möglich, Grauwale und Schwertwale zu sehen. Allerdings schwimmen die Wale ausschließlich im März und im Oktober an der Küste von Vancouver-Island vorbei. Näher heran kommt man mit Booten – entsprechende Touren werden beispielsweise von Vancouver aus angeboten.
Kristallklare Seen und wilde Tiere
Etwa 1.000 Kilometer östlich von Vancouver-Island im Bundesstaat Alberta liegt der Banff Nationalpark. Er ist der älteste und zugleich einer der größten Nationalparks von Kanada. Seine Fläche beläuft sich auf 6.641 Quadratkilometer, die von Bergen, Seen und dichten Nadelwäldern bedeckt ist.
Aufgrund seiner Dimensionen kann der Banff Nationalpark fast ausschließlich mit dem Auto bereits werden. Vom 6.000 Einwohner-Ort Banff aus können aber auch Wandertouren gestartet werden. Aufgrund von Wildtieren, die im Park beheimatet sind, sollten entsprechende Ausflüge jedoch nur in Begleitung von erfahrenen Guides erfolgen. Schwarzbären und Grizzlys zählen zu den Parkbewohnern, denen man außerhalb eines Fahrzeugs nicht ungeschützt begegnen sollte.
Besonders für Fotografen lohnt es sich, den Park zu besuchen: Kristallklare Seen, die sich direkt zwischen den schneebedeckten Bergen der kanadischen Rocky Mountains befinden, werden zu riesigen Spiegeln, die einzigartige Fotoaufnahmen ermöglichen.


