Portugal
Wein - im Norden gewachsen – im Süden genossen
Besucher kommen besonders wegen der angenehmen Sommertemperaturen und der Badestrände. Doch Portugal hat sehr viel mehr zu bieten als nur die Algarve. Naturliebhaber stoßen auf abwechslungsreiche Landschaften, die oftmals über einen regelrechten Bilderbuchcharakter verfügen.
Algarve mal anders
Eine der beliebtesten Regionen Portugals ist die Algarve, da sie sich ganz im Süden des Landes befindet und deshalb über ein besonders trockenes, sonniges Klima verfügt. Das Klima beeinflusst maßgeblich die Vegetation: Es sind vor allem Graslandschaften, die sich über das Festland erstrecken.
Das Highlight der Algarve sind ihre Küsten, die zum Teil mit spektakulären Felsformationen und Felsbögen direkt am Strand, einige Meter ins Wasser ragend, beeindrucken. An einigen Orten wie beispielsweise Carvoeiro hat das Meer die größtenteils aus Sandstein bestehenden Felsen im Lauf der Jahrtausende ordentlich bearbeitet, wodurch tiefe und zum Teil sogar unterspülte Schluchten entstanden sind.
Am besten lassen sich die felsigen Küsten Portugals vom Boot aus bestaunen. Bei Ebbe kann der Meerespegel um bis zu drei Meter sinken, wodurch es an einigen Stränden möglich wird, an den Felsküsten bis zum Strand hinabzusteigen. Allerdings ist es aus Sicherheitsgründen wichtig, solche Gebiete bei der Rückkehr der Flut wieder rechtzeitig zu verlassen.
Kontraste im Norden
Das Inland im Süden Portugals gilt als hügelig und wartet aufgrund der Dürreperiode, die im Sommer auftritt, mit einer besonderen Vegetation auf. Vor allem in der Region der Algarve sind die Landschaften für ihre sandigen Böden und ihre Palmenbestände bekannt. Aber auch Eukalyptusbäume und Kiefern zieren das Festland. Ein ganz anderes Landschaftsbild tut sich im Norden von Portugal auf: Die niedrigeren Temperaturen und deutlich mehr Feuchte ermöglichen u.a. den Weinanbau.
Die guten Weine Portugals stammen nahezu durchweg aus dem Norden. Die guten Weinlagen bzw. für den Weinbau geeignete Täler wurden von Flüssen wie beispielsweise dem Fluss Lima in Viana do Castelo geschaffen. Aber nicht nur Weinreben sondern auch Olivenbäume, Pinien und Eichen zieren die nördlichen Landstriche. Regelrecht magisch wirken die wenigen uralten Eichenwälder, die es hier noch gibt.
